© 2018 Peter Dorfmayr (Impressum)

Fotos: Klaus Leherbauer & Stefan Promegger

Organisation & Beratung: Stefan Obmann

CD

Wiener Melange

Neue CD

Peter Dorfmayr, Wiener Horn

Johannes Wilhelm, Klavier

Christina Gansch, Sopran

Das Wiener Horn mit dem überaus farbenreichen Klang in Verbindung mit den charakteristischen weichen Bässen eines über hundert Jahre alten Wiener Bösendorfer-Flügels bietet ein unverwechselbar lebendiges Klangerlebnis.

Im Vordergrund dieser Aufnahme steht ein gemeinsames musikalisches Schaffen unter Freunden, welches unglaublich viel Energie freisetzt und den Spaß und die Freude an der Musik spür- und hörbar macht.

01 / Karl Pilss (1902-1979)

Tre Pezzi in Forma di Sonata

Sinfonia, Intermezzo, Caccia
für Horn und Klavier

02 / Anton J. Gmachl (*1989)
Music for Horn & Piano

für Horn und Klavier

03 / Karl Schwertsik (*1935)
Sonatine op. 1

für Horn und Klavier

04 / Martin Rainer (*1987)
Duett für Horn & Klavier

für Horn und Klavier

05 / Franz Schubert (1797-1828)

Auf dem Strom

für Horn, Klavier und Sopran

06 / Johann Strauß (1825-1899)
Draußen in Sievering

für Horn, Klavier und Sopran

Eine Wiener Melange

Wiener Horn - Wiener Klangstil - Wiener Komponisten

Von einem spezifischen „Wiener Klangstil“ wird in der Musikwelt oft gesprochen. Gar nicht so sehr bekannt ist dabei, dass dieses besondere Merkmal, wie es viele der großen Wiener Orchester, Kammermusiker und Solisten beiderlei Geschlechts auszeichnet, keineswegs nur hohem Können zuzuschreiben ist, sondern in vielen Fällen auch der besonderen Bauart der Instrumente. 

 

Den größten Unterschied zwischen Wiener und internationalen Instrumenten findet man wohl beim Horn: Hierbei wird in den führenden Wiener Orchestern nach wie vor jene als „Wiener Horn“ bekannte spezielle Bauform des Waldhorns gegenüber dem ansonsten üblichen Doppelhorn bevorzugt. Das Wiener Horn entspricht im Wesentlichen dem Naturhorn der Wiener Klassik und weist vom Instrumentenbauer Leopold Uhlmann um 1830 hinzugefügte Pumpenventile auf. Trotz der schwierigeren Spielbarkeit ist es bei den Musikern aufgrund seiner außerordentlichen klanglichen Möglichkeiten beliebt und wird es im Sinne der fortgesetzten Tradition wohl auch bleiben.

 

Als Mitglied der Wiener Symphoniker ist auch Peter Dorfmayr ein Künstler, der die Schönheit des Farbenreichtums und die Besonderheit dieses Instruments schätzt. Die in der vorliegenden Aufnahme erfolgte Verbindung mit einem hundertjährigen Wiener Bösendorfer-Flügel unterstützt den Gedanken eines ebenso aktuellen wie historischen Klangbilds.

 

Dass zudem ausschließlich Wiener Komponisten auf dem Programm stehen, unterstreicht die schöpferische Vielfalt, die sich in dieser Musikmetropole an der Donau über die Jahrhunderte entwickelt hat.

Dr. Christian Heindl

Musikwissenschaftler und Journalist

Als designierter Chefdirigent der Wiener Symphoniker ab der Saison 2020-21 freue ich mich besonders darauf, zukünftig mit so talentierten, versierten und innovativen Musikern wie Peter Dorfmayr, dem ersten Hornisten des Orchesters, zu arbeiten. Die Kombination von Wiener Horn und Klavier ist ja eine nicht ganz alltägliche. Allein die Auswahl der Werke von Romantik bis zur zeitgenössischen Musik, mit der Peter Dorfmayr und der Pianist Johannes Wilhelm die besondere Schönheit der klanglichen Kombination ihrer beider Instrumente aufzeigen, verdient unseren Applaus. Wie sie – teilweise verstärkt um die Sopranistin Christina Gansch – dieses so reiz- wie anspruchsvolle Repertoire zu Leben erwecken, stellt aber ein wirklich ganz einzigartiges und sehr zu empfehlendes Hörerlebnis dar. Freunde der Wiener Musikkultur werden sicher viel Freude an dieser CD haben.

Andrés Orozco-Estrada, Dirigent

Mit seinem besonderen Farbenreichtum ist das Wiener Horn ein ganz wesentlicher Bestandteil des klanglichen Erscheinungsbildes der Wiener Symphoniker, die ich seit 2014 als Chefdirigent leite. Der Solohornist des Orchesters, Peter Dorfmayr, präsentiert mit dem Pianisten Johannes Wilhelm auf dieser hörenswerten CD mit Werken von ausschließlich Wiener Komponisten den ganz speziellen Reiz des Instruments, seine stilistische, klangliche und interpretatorische Bandbreite und Schönheit und zeigt wie tief es in der Wiener Musikgeschichte und Kultur verwurzelt ist. Eindrucksvoll legt Dorfmayr so Zeugnis ab, warum er sich schon jetzt zu den führenden Wiener Hornisten der Gegenwart zählen darf. Und toll ist natürlich, dass neben Dorfmayr mit Martin Rainer ein weiterer Musiker des Orchesters auf der CD präsent ist, der eigens eine Komposition beigesteuert hat.

Philippe Jordan, Dirigent

Seit vielen Jahren bläst er bei den Festspielen das Solohorn – anonym in den Reihen der Wiener Symphoniker. Dabei weiß kaum jemand, dass sich der Oberösterreicher Peter Dorfmayr auch als Vorkämpfer des „Wiener Horns“ engagiert. Das ist eine besondere Bauart und Spielweise des Waldhorns, das bis heute in den Wiener Orchestern dem sonst üblichen Doppelhorn vorgezogen wird und dadurch den berühmten „Wiener Klangstil“ mitprägt. Nun legt Dorfmayr mit diesem Album Erkenntnisse seiner Arbeit anhand grandioser kammermusikalischer Einspielungen vor. Im Trio mit Christina Gansch, Sopran, und Johannes Wilhelm am Klavier werden in einem Programm von Schubert bis Schwertsik der besondere Farbreichtum, die Wärme und Klangvielfalt des Wiener Horns ausgereizt, mit fein gesetzten Akzenten, die bei aller Gemütlichkeit dieser „Wiener Melange“ auch ein hohes Maß an spielerischer Qualität vermitteln.

Fritz Jurmann, Vorarlberger Nachrichten

Peter Dorfmayr & Johannes Wilhelm

Foto: Klaus Leherbauer